Haarausfall & Lösungen

Der Einfluss von Genen und Hormonen auf Haarausfall

Man geht davon aus, dass es sich bei dem Hauptverursacher des genetisch bedingten Haarausfalls um ein Enzym (5-Alpha Reduktase) handelt, das Testosteron (ein männliches Hormon) in eine aktivere Form, das Dihydrotestosteron (DHT), umformt, welches sich im Gegenzug an die Androgenrezeptoren an den Haarfollikeln anknüpft.
DHT bewirkt die Verkürzung der Lebenszyklen der Haarwurzeln. Kräftige Haare werden immer dünner. Die Kopfhaut wird sichtbar. Das Gefühl der Glatzenbildung tritt ein.

Mit den Fortschritten in der Gentechnik und in der Genmedizin versuchen  Wissenschaftler heute,  das spezifische Gen (oder Gene) zu bestimmen, das (die) ausschließlich für den androgenen Haarverlust verantwortlich ist (sind). Diese Ergebnisse werden dann einerseits die erfolgreiche Behandlung von androgenetischem Haarausfall ermöglichen und andererseits verlässliche Prognosen in Bezug auf den zu erwartenden Haarausfall bei Neugeborenen zulassen.

Testosteronumwandlung durch 5-alpha- Reduktase
Testosteronumwandlung durch 5-alpha- Reduktase

Viele fragen, warum bei manchen Menschen der androgene Haarausfall ausbricht und bei anderen nicht, denn alle Männer und Frauen tragen diese Hormone und Rezeptoren, die den Haarausfall verursachen. Sichere Antworten gibt es nicht, lediglich einige empirisch nicht erwiesene Thesen wie z.B.:

  • In den kahlen Gebieten auf der Kopfhaut von Patienten mit androgenetischem Haarausfall ist die Anzahl der  androgenen Rezeptoren auf einem Haarfollikel höher als normal.
  • Die Aktivität des Enzyms 5-Alpha Reduktase ist in den kahlen Regionen höher. Deswegen wird mehr Testosteron in Dihydrotestosteron umgewandelt. Je höher der Anteil an DHT im Vergleich zu Testosteron, desto schneller läuft der Haarausfallprozeß ab.

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